Vor ein paar Tagen hat mir eine Studentin im Coaching-Call von ihrem Erfolg mit einem bestimmten Trick berichtet.

Es geht um einen der wichtigsten Punkte der Klausurbearbeitung.

Eine wirklich gute Klausur kommt ohne ihn nicht aus.

Und du kannst ihn so einfach verbessern.

Dein Gutachtenstil.

Meine Coaching-Teilnehmerin hat erzählt: Bei ihrer letzten Klausur haben die positiven Randbemerkungen nur so geregnet („schön, sauber, gut geprüft“).

Du meinst, du hast den Gutachtenstil schon verinnerlicht?

Bestimmt steckt da auch bei dir noch das folgende Prädikatspotenzial drin.

Denn vor einiger Zeit ist mir Folgendes aufgefallen:

In Klausuren von Prädikatsjuristen sieht der Gutachtenstil oft „anders“ aus.

Er liest sich irgendwie überzeugender!

Das hat folgenden Grund:

Du bekommst den Gutachtenstil mit 4 Prüfungsschritten beigebracht:

Obersatz – Definition – Subsumtion – Ergebnis.

So weit, so gut. 

Doch beim Schritt „Definition“ kannst du jetzt ordentlich von den Prädikatsjuristen lernen – und das bringt dir niemand bei (bis jetzt):

Denn anstatt dich in dieser Ebene lediglich darauf zu beschränken, die auswendig gelernte Definition aufzuschreiben…

Fügst du noch folgenden Punkt hinzu.

-> Konkretisierung der Definition

Das ist eigentlich einfach:

Du führst deine Definition einfach weiter aus und legst nun dar, an welchem Maßstab genau subsumiert wird.

Meine Coaching-Teilnehmerin nutzt jetzt zum Beispiel Sätze wie:

„Maßgeblich zur Beurteilung der … ist eine ex-ante Betrachtung im Sinne einer Prognoseentscheidung.“

oder

„Das Vorliegen des Merkmals … ist nach der Verkehrsauffassung zu beurteilen.“

„Letztentscheidend bleibt jedoch, ob …“

Und danach kommt erst die Subsumtion!

Die Definition ist also nicht nur ein Satz.

Und diese Konkretisierungen kannst du einfach mit-lernen.

So gibst du dem Korrektor das Gefühl:

„Ich lese hier die Klausur einer Person, die sich ausdrücken kann wie ein echter Jurist / eine echte Juristin.“

Die Punkte werden nur so fliegen!